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Stoffgebundene Abhängigkeit

Bei stofflichen Abhängigkeiten (vor allen Dingen Alkohol und Beruhigungsmittel oder andere Drogen) muss vor der stationären Psychotherapie eine Entgiftung stattfinden.

Diese ist mit den Betreffenden individuell im Vorfeld durch das ärztliche Personal der Klinik abzuklären.

Alkohol

St. Marienstift Alkohol
Mal ehrlich..

…hängen nicht viele Schwierigkeiten in der Familie, im Beruf und im Alltag mit dem Trinken von zuviel Alkohol zusammen?

 

Wir als Suchtfachleute wissen, dass problematisches Trinken sich in vielen Lebensbereichen auswirkt und zur Krankheit führen kann. Auch ist es häufig so, dass Entstehung und Entwicklung von Alkoholproblemen durch ungünstige Faktoren in Familie und Alltag mit beeinflusst und nur mit Hilfe von Fachleuten erkannt und verändert werden können.

 

Wir bieten Hilfestellung bei persönlichen Sorgen und Fragen. Eine individuelle Therapieplanung erarbeitet Möglichkeiten, alte Gewohnheiten zu überwinden und frei zu werden für einen neuen Anfang. Die guten Bedingungen in der Klinik, das offene Gespräch mit anderen und die Einbeziehung von Angehörigen ihres Vertrauens helfen.

Erste Anzeichen

Beim Alkoholkonsum wird in der Fachwelt unterschieden

  • zwischen riskantem Alkoholkonsum,
  • schädlichem Gebrauch (Missbrauch)
  • und Abhängigkeit von Alkohol

Gefährdet ist, wer regelmäßig Alkohol trinkt, um tägliche Anspannungen und Konflikte besser zu „bewältigen“. Alkoholmissbrauch ist jeder Alkoholkonsum der zu körperlichen, seelischen und / oder sozialen Schäden führt. Die Schwelle zur Alkoholabhängigkeit ist erreicht, wenn jemand Alkohol braucht, um sich einigermaßen wohl zu fühlen. Fast immer beginnen Missbrauch und Abhängigkeit unspektakulär, in der Regel entwickelt sich eine Abhängigkeit vom Alkohol langsam.

Selbsttest

Bitte die folgenden 8 Fragen beantworten: Wenn mindestens 3 der 8 Fragen mit „Ja“ beantwortet werden, liegt eine Alkoholabhängigkeit vor.

  • Ist der starke Wunsch oder Zwang vorhanden, Alkohol zu konsumieren?
  • Vermindert sich die Fähigkeit, mäßig zu trinken, immer mehr?
  • Tritt ein körperliches Entzugssyndrom wie Zittern oder Unruhe nach Beendigung oder Verringerung des Alkoholkonsums ein?
  • Wird Alkohol mit dem Ziel getrunken, Entzugssymptome zu mildern oder zu vermeiden

  • Steigt die Toleranzentwicklung? Das heißt: Um die ursprünglich durch niedrigere Dosen erreichten Wirkungendes Alkohols hervorzurufen, werden zunehmend höhere Dosen erforderlich.
  • Wird der Alkoholkonsum zunehmend durch den Bedarf an Alkohol bestimmt?
  • Werden andere Interessen oder Vergnügen zu Gunsten des Alkoholkonsums immer mehr vernachlässigt?
  • Wird der Alkoholkonsum fortgesetzt, obwohl eindeutig schädliche Folgen bereits eingetreten sind?

Krankheitsbild

Die Alkoholabhängigkeit ist seit 1968 als Krankheit anerkannt. Abhängige vom Alkohol sind nicht in der Lage, ihren Alkoholkonsum dauerhaft und in Übereinstimmung mit ihrem Wollen zu steuern. Eine Alkoholabhängigkeit ist nicht immer an der konsumierten Alkoholmenge festzumachen. Es gibt Alkoholabhängige, die zwar ihren täglichen Konsum kontrollieren können, jedoch selbst zu kurzen Abstinenzphasen unfähig sind (Spiegeltrinker) aber auch Abhängige, die zeitweise abstinent leben (Quartalstrinker).

 

Je weiter die Alkoholabhängigkeit bzw. die Suchtentwicklung fortschreitet, desto gravierender werden die körperlichen, geistigen, seelischen und sozialen Schäden.

Sie verstärken sich teilweise gegenseitig, so dass Alkohohlabhängige ab einem gewissen Punkt immer rascher auf den Zusammenbruch hinsteuern. Schuld- und Schamgefühle können zum Rückzug aus Freundschaften führen, während gleichzeitig die zunehmende Isolation zu verstärktem Alkoholkonsum führt.

 

Aus Scham oder aus Angst vor dem Verlust des Alkohols gelingt es vielen Alkoholkranken erst sehr spät, sich ihre Situation einzugestehen und Hilfe anzunehmen. Siehe auch unter Informationen für Ratsuchende.

Ursachen

Die Gründe für die Entwicklung einer Alkoholabhängigkeit sind vielfältig und hängen oft mit der persönlichen Geschichte und den sozialen und beruflichen Bedingungen zusammen. Wir sprechen bei der Alkoholabhängigkeit auch von einem bio-psycho-sozialen Modell. Durch das bekannte Dreieckschema „Trias“ lassen sich die Entstehungsbedingungen darstellen. Die Eckpunkte dieses Dreiecks bestehen aus den

  • spezifischen Wirkungen der Substanz Alkohol
  • den individuellen Merkmalen der Person
  • den sozialen Faktoren der Umgebung

Für Angehörige

Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen ist nicht nur der Suchtkranke allein betroffen, sondern auch immer sein soziales Umfeld: Partner, Kinder, Eltern, Freunde, Arbeitskollegen.

 

Für viele Angehörige ist durch die Alkoholabhängigkeit das Leben massiv beeinträchtigt und sie leiden oftmals mehr unter der Krankheit als der Betroffene selbst. Zu den Sorgen um den Betroffenen kommen zusätzliche Belastungen wie Überforderung, Kindererziehung, Haushalt, finanzielle Probleme, Vereinsamung und manchmal auch körperliche oder sexuelle Gewalttätigkeit männlicher Betroffener hinzu.

 

Viele Angehörige schämen sich, verheimlichen ihr Leid und reiben sich oft in ihrem Bemühen auf, den Schein nach außen hin zu wahren und glauben, ihrem Partner zu helfen.

Das ist meistens ein Trugschluss

 

Denn mit ihrem gut gemeinten Verhalten verlängern sie den Krankheitsprozess des Betroffenen, leiden selbst unter Nervosität, Schlaflosigkeit, Magenerkrankungen, Kopfschmerzen und Depressionen und sind in der Gefahr, durch ihr Verhalten eine „Co-Abhängigkeit“ zu entwickeln. Partner und Kinder brauchen häufig selbst Hilfe, um aus diesem Kreislauf herauszukommen. Machen Sie den ersten Schritt, holen Sie sich Rat in einer Beratungsstelle oder wenden Sie sich an eine Selbsthilfegruppe, in der es auch Angebote für „Mitbetroffene“ gibt.

Medikamente

St. Marienstift Medikamente
Medikamentenabhängigkeit

Insgesamt 1,4 Mio. Einwohner Deutschlands gelten als abhängig von Schmerz-, Schlaf-, Beruhigungs-, Anregungsmitteln und Appetitzüglern. Der Frauenanteil liegt mit 750.000 zwar höher, aber auch 600.000 Männer sind betroffen. Nach Angaben der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) besitzen 4 bis 5 % aller häufig verordneten Arzneimittel ein eigenes Suchtpotenzial. Die psychische Abhängigkeit kommt vor allem dadurch zustande, dass durch die Medikamenteneinnahme Glücksgefühle entstehen, Angst und Schmerzen gelindert werden und Probleme und Sorgen für einen gewissen Zeitraum vergessen werden, also aus ähnlichen Gründen wie in der Entwicklung der Alkoholabhängigkeit. Oft wird das (spätere) Suchtmittel während einer ärztlichen Behandlung kennengelernt. Die Einnahme erscheint auch bei selbständiger Fortsetzung „legitimiert“. Medikamentenabhängigkeit bleibt in der Regel lange ohne Behandlung.

 

Wer unter einer Medikamentenabhängigkeit leidet, hat den gleichen Anspruch auf eine Rehabilitationsmaßnahme wie ein Alkoholkranker. Auch der Weg zur Behandlung über Beratungsstelle, Hausarzt und ggf. „Entgiftung“ ist der gleiche.

Selbsttest

Um zu überprüfen, ob bei Ihnen ein hohes Gefährdungspotential oder gar eine Medikamentenabhängigkeit besteht, lohnt es, sich mit folgenden Fragen auseinanderzusetzen:

  • Können Sie die Einnahme bestimmter Schmerz-, Schlaf- oder Beruhigungsmittel nicht von sich aus beenden?
  • Können körperliche oder seelische Beeinträchtigungen auftreten, sobald Sie diese Medikamente nicht bekommen?
  • Müssen Sie eine bestimmte Menge dieser Präparate einnehmen, um sich wohl zu fühlen oder bestimmte Belastungen zu bewältigen?

  • Leiden Sie, wenn keine Tabletten mehr verfügbar sind?
  • Schlägt eine früher beruhigende Wirkung plötzlich in eine anregende um?
  • Beginnen Sie sich selbst zu beschwindeln und Angaben zur Menge des Konsums vor An deren zu verfälschen?
  • Ersuchen Sie mit verschiedensten Methoden, Ihre Medikamente zu bekommen (z. B. Ärzte und Apotheker belügen oder Rezepte fälschen)?
  • Versuchen Sie sich benötigte Medikamente über Angehörige und Freunde verschaffen zu lassen?
  • Beschaffen Sie sich benötigte Medikamente auf dem „schwarzen Markt“?

Qualifizierter Entzug

Qualifizierter Entzug

Vielen Suchtkranken fällt es schwer, sich selbst als suchtkrank zu sehen und so den Weg zu den vielfältigen Angeboten des Suchthilfesystems zu finden. In ausschließlich körperlichen stationären Entgiftungsbehandlungen können aus zeitlichen und organisatorisch- quantitativen Gründen diese Wege nicht gebahnt werden.

 

Die Fachklinik St. Marienstift bietet in Kooperation mit dem Krankenhaus St. Elisabeth in Damme eine Behandlungsform an, die körperliche Entgiftung, Aufklärung, Motivationsarbeit, aber auch die Vorbereitung weiterer therapeutischer Maßnahmen verbindet. Die Behandlung findet sowohl im Krankenhaus Damme als auch an zwei Tagen in der Woche in der Fachklinik St. Marienstift statt.

 

Lesen Sie hier mehr.

Nahtlosverfahren

Seit 2018 wird von einigen Krankenkassen und allen Stellen der Deutschen Rentenversicherung das sogenannte Nahtlosverfahren unterstützt, bei dem Sie während der Behandlung im Qualifizierten Entzug einen vereinfachten Antrag auf stationäre Entwöhnungsbehandlung stellen und dann am letzten Tag der Qualifizierten Entwöhnungsbehandlung direkt in die Entwöhnungsklinik wechseln.

Um dieses Verfahren nutzen zu können, beachten Sie bitte zwingend folgendes:

– Sie müssen Ihren Rentenversicherungsträger kennen (z.B. DRV-Bund in Berlin oder DRV-Oldenburg-Bremen, DRV-Braunschweig-Hannover oder weitere), ggf. bringen Sie bitte Rentenunterlagen mit, aus denen Ihre Rentenversicherungsnummer und der Rententräger hervorgeht. Ist ein anderer Kostenträger zuständig, informieren Sie sich dort, ob das Nahtlosverfahren unterstützt wird.

– Sie müssen bereits in den ersten 5 Tagen der Entzugsbehandlung in der Lage und gewillt sein, an dieser Antragsstellung mitzuwirken.

 

– Sollte sich die Kostenzusage Ihres Kostenträgers ein paar Tage verzögern, müssen Sie auch über 14 Tage hinaus am Programm des Qualifizierten Entzugs lückenlos teilnehmen, auch wenn sich einzelne Aspekte wiederholen sollten, (weil sonst die Bedingung der nahtlosen Verlegung nicht erfüllt ist.

Kombinationsbehandlung

Neben der nach wie vor am häufigsten in Anspruch genommenen stationären Behandlung, den ganztägig ambulanten Behandlungen in einer Suchtfachklinik sowie der ambulanten Behandlung in den örtlichen Beratungs- und Behandlungsstellen etablieren sich mehr und mehr modulare Kombinationsbehandlungen. Hierbei erhalten Patienten eine Gesamtkostenzusage für ambulante und stationäre Behandlungsmodule.

Ambulante und stationäre Therapeuten legen unter Beteiligung des Patienten einen Therapieplan fest, der je nach Therapieverlauf modifizierbar ist. Kombinationsbehandlungen finden in regionalen Therapieverbünden mit entsprechenden abgeschlossenen Kooperationsvereinbarungen statt.

Übergabegespräche, Fallbesprechungen und Qualitätszirkel sind regelhafter Bestandteil bei Kombinationsbehandlungen. Nähere Information zu Therapieverbünden finden Sie unter Verbundpartner auf dieser Homepage.

Therapiekonzept

Unser aktuelles integratives Therapiekonzept beinhaltet unterschiedliche Therapieverfahren. Es unterliegt einer stetigen Weiterentwicklung unter Einbeziehung wissenschaftlicher Veränderungen und Rahmenbedingungen.

Indikationsgruppen

Im Rahmen der speziellen Ausrichtungen der Therapiegruppen sind für viele Patienten ergänzend weitere Themen zur Erreichung ihres individuellen Therapieziels notwendig. Diese notwendigen Fertigkeiten werden in Indikationsgruppen therapiegruppenübergreifend vermittelt.

Achtsamkeit

Hier wird das Programm von Marlatt (MBRP) in 6 Stunden modularisiert angeboten. Diese Gruppe ist aufgrund der aufeinander aufbauenden Stunden üblicherweise geschlossen. In speziellen Ausnahmefällen (z.B. StoF-Patienten) ist in Absprache ein Quereinstieg möglich. In der Einführungsstunde wird mit der Rosinenübung bewusste Wahrnehmung vorgestellt und geübt, Selbstwahrnehmungsübungen über Body Scan, d.h. über eine imaginierte Beobachterposition in Kontakt mit dem eigenen Körper zu kommen, erstmalig angeleitet. Die Patienten bekommen anfangs zum Üben eine MP3-Datei mit der gesprochenen Übung, im Verlauf ist es allerdings sinnvoll auf diese Stütze zu verzichten, was mit den Patienten auch thematisiert wird. In den Folgestunden werden alltägliche Verrichtungen achtsam geübt und die Erfahrungen protokolliert. Atemübungen werden angeleitet, Schwierigkeiten mit der Meditation thematisiert. An diesen Beispielen wird das Wertende in der eigenen Wahrnehmung erläutert. Problemverhalten wird mit Urge Surfing bearbeitet, „Nüchtern atmen“ und „positiver Selbstumgang“ werden vorgestellt und geübt.

ACT mit-Gefühl

In dieser Indikationsgruppe erarbeiten Patienten im geschützten Rahmen einen akzeptierende Haltung gegenüber den eigenen Gedanken und Gefühlen, das Annehmen einer Beobachterperspektive, die Orientierung auf das Hier und Jetzt mit erhöhter Eigenwahrnehmung, ihre individuellen Persönlichkeitsanteile und dahinter stehende Verhaltensmuster, und die Ausrichtung nach den eigenen Werten ohne hierbei durch schwierige Situationen vom Weg zum Ziel abzukommen. Ziel ist es die psychische Flexibilität gegenüber unangenehmen Gedanken und Gefühlen zu erhöhen, welche normalerweise einen Impuls zur Flucht oder Betäubung durch das Suchtmittel hervorrufen würden, um so eine bleibende Handlungsfähigkeit zu gewährleisten. Zur Unterstützung wird in zwei Einheiten eine selbstmitfühlende Grundhaltung erarbeitet, um starken Schuld- und Schamgefühlen, welche in der Komorbidität Sucht und Trauma sehr ausgeprägt vorhanden sind, entgegenzuwirken.

Aqua Fatburner

Unter Aqua Fatburner ist ein umfassendes Körpertraining zu verstehen.
Durch die physikalische Eigenschaft des Wassers werden positive Effekte erzielt, die das Programm gegenüber dem Training an Land erleichtern. Beim Aqua Fatburner wird mit Gewichten oder besser mit widerstandsvergrößernden Hilfsmitteln gearbeitet. Zielsetzung ist eine Verbesserung der Kraftausdauer (Muskelaufbau). Ein weiteres Kriterium der Aqua-Fatburner-Gruppe ist das Einlegen kurzer Pausen, da durch die unterbrochene Bewegung eine optimale Fettverbrennung sowie eine Steigerung des Herz- Kreislauftrainings eintritt.

Aqua Jogging

Unter Aqua Jogging versteht man das Laufen (Joggen) im Wasser.
Mit Hilfe des Aqua-Gürtels ist man in der Lage, alle Aktivitäten, die traditionell an Land durchgeführt werden wie Laufen, Herz- Kreislauftraining, Adipositas-gymnastik, Ausdauersport, im Wasser durchzuführen. Wesentliche Voraussetzung ist, dass man das Schwimmen erlernt hat.
Ziele: Verbesserung der Ausdauerleistungsfähigkeit, Gewichtsreduzierung, Kraftsteigerung

Autogenes Training (6 Einheiten)

Das Autogene Training ist ein Verfahren zur Selbstentspannung. Es ist eine weit verbreitete und anerkannte Methode, um Stress und psychosomatische Störungen zu bekämpfen. In dieser Indikationsgruppe soll diese Fähigkeit zur Selbstentspannung erlernt werden. Im Verlaufe der Indikationsgruppe werden sechs Formeln im Sitzen und im Liegen, mit und ohne Musik eingeübt. Nach diesen Gruppenstunden sollte jeder Teilnehmer in der Lage sein, die Übungen selbstständig durchzuführen und den gewünschten Effekt der Entspannung zu erleben.

Bewerbungstraining

In dieser Indikationsgruppe wird in sechs (zweistündigen) Einheiten die berufliche Situation eines jeden Patienten analysiert. Über die Bestandsaufnahme werden positive, berufliche Perspektiven entwickelt, konkretisiert und in strukturierten Übungsangeboten die Behebung bzw. Minderung von vorhandenen Defiziten erarbeitet. Konkrete Situationen aus Bewerbungs- und Vorstellungsgesprächen werden in Rollenspielen geprobt, auf Video aufgezeichnet und gemeinsam reflektiert. Das Erstellen einer Bewerbungsmappe mit Hilfe des PC´ s ist obligatorisch. Es werden zu diesem Zweck grundlegende Funktionen von MS-Word vermittelt. Das eigenständige Erfassen von Fließtexten und Formatierungen wird erlernt, um einen anspruchsvollen Text zu erstellen (Grundlagen, Datenbearbeitung, Öffnen, Speichern, Schließen, Textbearbeitung, Texte eingeben, korrigieren, kopieren, ausschneiden, einfügen, Textformatierung, Zeichen- und Absatzformatierung, Rahmen).

Cannabis und Amphetamine

Die Ziele dieser Indikationsgruppe liegen darin, dass Patienten deren Probleme im Zusammenhang mit dem Cannabiskonsum erkennen, Abstinenz als primäres Behandlungsziel auch bei typischer Ambivalenz akzeptieren und folgernd rückfallprophylaktische Methoden zum Abstinenzerhalt einsetzen können.
Besonderes Augenmerk wird hierbei auf das Thema Mischkonsum (substanzbezogen, und/oder verhaltensbezogen) gerichtet, aber auch dem Thema Komorbidität und Wechselwirkungen von Cannabis und Medikamenten. Weiterhin wird vermittelt, psychische und soziale Probleme adäquat und effizient zu lösen, soziale Kompetenzen zu erweitern und einer insgesamt aktiveren Lebensweise nachzugehen.
Hierzu nutzen wir Elemente der motivierenden Gesprächsführung, der kognitiv-behavioralen Therapie und Techniken des Problemlösetrainings. Der Ablauf der Indikationsgruppe beinhaltet das Vermitteln psychoedukativer Zusammenhänge; dem Patienten wird Wirkung und Folge des Cannabiskonsums erklärt und wie schädlicher Gebrauch und letztlich Abhängigkeit entstehen können. Im Rahmen einer Vorteils- und Nachteilsanalyse erarbeitet und erkennt jeder Patient seine persönlichen Konsummuster und erstellt ein ätiologisches Modell seiner Cannabisabhängigkeit. Durch eine kritische Vorteilsanalyse, in der jeder Patient seine wichtigsten Motive einer Konsumveränderung beschreibt, fördern wir seine Veränderungsmotivation. Darauf aufbauend erarbeiten wir gemeinsam mit dem Patienten ein konkretes Modell bisheriger Auslöser, Reaktionen und Konsequenzen seines Cannabiskonsums im Rahmen einer Verhaltensanalyse. Im Rahmen von Rückfallprophylaxe erarbeitet jeder Patient seine individuellen Hochrisikosituationen, erlernt Lösungsstrategien, die er in Konsumsituationen einsetzen kann und verfügt über einen konkreten persönlichen Notfallplan.
Begleitend erlernt und etabliert jeder Patient Alternativverhalten, auch unter Bezugnahme klinikinterner, vor allem sportlich aktiver, Möglichkeiten.

Depression/Burnout

Diese Gruppe vermittelt den Betroffenen das grundlegende Wissen zum Thema Depression, der Entstehung, den Mechanismen, den medikamentösen und psychotherapeutischen Behandlungsmethoden. In ihr werden notwendige Grundbegriffe wie Grundüberzeugungen, Grübeln, Katastrophisierung, Realitätstestung etc. für die Einzeltherapie eingeführt und erläutert.

Entspannungstraining nach Jacobson

Die Progressive Muskelentspannung nach Jacobson ist ein Entspannungsverfahren, bei dem durch bewusstes An- und Entspannen bestimmter Muskelgruppen ein Zustand der Entspannung des ganzen Körpers erreicht wird. Muskulatur wird in einer bestimmten Reihenfolge angespannt und anschließend wird die Spannung wieder gelöst. Neben der Verbesserung der körperlich- muskulären Entspannung, der Sensibilisierung der Körperwahrnehmung wird die psychovegetative Stabilisierung angestrebt. Die Progressive Muskelentspannung hat sich bei vielfältigen Problemen und Beschwerden als hilfreich erwiesen z. B. Bluthochdruck, Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Stress.

Familiäre Belastungen

Abhängigkeitserkrankungen haben häufig ihre Ursachen in gestörten Beziehungssystemen und gleichzeitig gravierende Auswirkungen auf aktuelle Beziehungssysteme. Der Beziehung Vater – Kind kommt aufgrund gesellschaftlicher Veränderungen ein immer größerer Stellenwert zu. Die Indikationsgruppe „familiäre Belastungen“ soll dem Einzelnen seine Kindheitserfahrungen transparenter machen, kindliches Erleben verständlicher machen, die Auswirkungen von Sucht auf die eigene Vater-Kind-Beziehung beleuchten und Wege aufzeigen, Beziehungsstörungen in konstruktiver Weise zu bewältigen.

Freizeitgestaltung

Eine sinnvolle Freizeitgestaltung hat erheblichen Einfluss auf die zukünftige Abstinenzsicherheit.
In der Indikationsgruppe geht es um die Verminderung oder Beseitigung von funktionellen oder psychosozialen Defiziten, Druck abbauen und Entspannung finden zu können. Dazu werden ganz konkrete Freizeitgestaltungsmöglichkeiten erarbeitet.

Gesunde Lebensführung: Ernährung, Bewegung, Lebensfreude

Neben der Ernährungsberatung durch eine unserer Diätassistentinnen befasst sich eine Indikationsgruppe zum Thema gesunder Lebensweise. Hier soll geklärt werden, ob und wie jeder einzelne durch seine Ernährung sowie seine Lebensweise eine individuelle gesundheitsförderliche Lebensweise umsetzen kann. Die mitwirkende Ärztin verfügt über die Zusatzqualifikation „Ernährungsmedizin“. Anhand von Informationsmaterial kann das Erlernte jederzeit nachgelesen werden. Auch auf das Bewegungs- und Freizeitverhalten wird unter Umsetzung praktischer und theoretischer Übungen nach Anleitung eingegangen.

Hirnleistungstraining

Beim Hirnleistungstraining (HLT) geht es um die Verbesserung und den Erhalt kognitiver Funktionen wie Konzentration, Merkfähigkeit, Aufmerksamkeit, Orientierung, Gedächtnis sowie Handlungsplanung und Problemlösung.
Einerseits wird Computerbasiert mit Cogpack auch über längere Zeiträume geübt, andererseits kognitionsfördernde Spiele in der Gruppe eingesetzt.

Kochstudio für Männer

Diese Indikationsgruppe mit maximal 6 Patienten richtet sich in erster Linie an Patienten, die in der Versorgung auf sich alleine gestellt sind und denen aufgrund bisher fehlender Tagesstruktur regelmäßige Essenszeiten und die Essen – Zubereitung verloren gegangen sind. Durch regelmäßige Einnahme von Fertig- und Fastfood Produkten sind Übergewicht und Fehlernährung und die daraus folgenden Erkrankungen vorprogrammiert.

Musiktherapie

Die Beschäftigung mit verschiedenen Instrumenten ermöglicht den nonverbalen, direkten und differenzierten Zugang zu den verschiedensten Gefühlsqualitäten. Das Erfahren-Erkennen-Benennen dient der Förderung ganzheitlicher Entwicklungsprozesse bzw. der Integration abgespaltener Emotionen. Durch Orientierung am Elementaren ermöglicht diese Methode auch Menschen mit schweren Entwicklungsdefiziten oder Traumafolgestörungen eine gezielte Förderung und Nachreifung.

Nordic-Walking

Nordic-Walking ist eine Ausdauersportart, bei der das Gehen durch den Einsatz von zwei Stöcken im Rhythmus der Schritte unterstützt wird.
Das flotte Gehen mit den Stöcken ist ein ideales Training mit hohem Fitnessfaktor. Es ist schnell erlernbar, entlastet den Bewegungsapparat, trainiert die Ausdauer, kräftigt die Oberkörpermuskulatur, hilft bei Gewichtsreduktion.
Empfehlenswert für Übergewichtige und Personen mit Rückenproblemen.
Ziele: Schulung der Ausdauerfähigkeit, Verbesserung der Körperhaltung, Reduzierung der körperlichen Antriebsschwäche und Reduzierung von Körpergewicht.

Pathologische Spieler

In dieser offenen Gruppe wird allen glücksspielabhängigen Patienten Grundlegendes auf psychoedukativer Ebene zu folgenden Themen vermittelt:

  • was ist eine verhaltensbezogene Abhängigkeit
  • wie entsteht eine Glücksspielabhängigkeit auf biologischer und Verhaltensebene
  • wie kann man lernen, mit Suchtphänomenen, wie z.B. Craving umzugehen

Im übenden Teil werden das eigene Verhalten analysiert, Lösungsmöglichkeiten, Präventionsmethoden und alternatives Verhalten besprochen und intensiv eingeübt.

PC-Nutzung (Grundlagen)

Langzeitarbeitslose ohne Computerkenntnisse haben nahezu keine Chance auf dem Arbeitsmarkt. In dieser IG werden erste Erfahrungen mit gängigen Computerprogrammen gemacht, Berührungsängste überwunden und gezielt ermutigt diese Kenntnisse zu erweitern.

Raucherentwöhnungstraining RET

In dieser Indikationsgruppe werden Strategien zur Modifikation von Substanzkonsum und zur Überwindung der psychischen Bindung an das Rauchen erarbeitet. Hierbei wird mit Einverständnis des Patienten als unterstützendes Hilfsmittel Akupunktur eingesetzt. Über die Reflexion und die Modifikation des Rauchens hinaus wird die rauchfreie Lebensführung mit stabilem Abstinenzentschluss angestrebt.

Rückenschule

Die Indikationsgruppe eignet sich für Patienten, die Rücken- und/oder Wirbelsäulen-probleme haben und aktiv etwas dagegen unternehmen möchten. Es werden theoretische Hintergründe vermittelt, rückengerechtes Stehen, Heben, Tragen usw. erarbeitet. Vor allem werden rückengerechte Kräftigungs- und Dehnungsübungen angeleitet und durchgeführt. Anschließend sollte jeder Teilnehmer in der Lage sein, seinen Rückenproblemen und evtl. Folgeschäden (z.B. Bandscheibenvorfall) entgegen wirken zu können.

Rückfallprophylaxe

Diese Indikationsgruppe richtet sich vorzugsweise an Patienten im zweiten Behandlungsabschnitt. Krankheitsakzeptanz sollte gefestigt sein, der Patient soll auf Erfahrungen mit Heimfahrten zurückgreifen können. Nach Körkel (1995) geht es dabei um die Auseinandersetzung mit der Sucht als „Rückfallkrankheit“ sowie mit persönlichen Einstellungen, Haltungen und Gewohnheiten im Umgang mit Suchtmitteln. Anhand einer Auflistung von Rückfallrisikosituationen nach Lindenmeyer (1992), erfolgt die Erarbeitung rückfallgefährdender Situationen in personenbezogener Mitwirkung des Patienten. Eine vertiefte Auseinandersetzung mit konkreten Erlebnissen aus der Vergangenheit mit Rollenspielen, Inszenierungen rückfallgefährdender Situationen und sozialem Training hilft dem Patienten, Zugang zu seiner persönlichkeitseigenen Reaktionsweise zu gewinnen.

Selbstsicherheitstraining

Problematische oder dauerhaft frustrierende Lebenssituationen können sich negativ auf die Selbstsicherheit auswirken und führen dazu, dass man das Vertrauen zu sich und seinen Fähigkeiten verliert. Zielgerichtete Übungen helfen bei Schwierigkeiten, sich und seine Interessen durchzusetzen, sich im Umgang mit anderen Menschen zu behaupten, die Sympathie anderer Menschen zu gewinnen und über Probleme oder schwierige Lebenssituationen zu reden.
Selbstsicherheitstraining bedeutet, das Erlernen der Fähigkeit positive und negative Gefühle auszudrücken, eigene Bedürfnisse zum Ausdruck bringen zu können, Konflikte thematisieren zu können und das Erlernen der Fähigkeit, emotionale Risiken eingehen zu können sowie die Konfrontation mit angstauslösenden Situationen.
Es werden Hintergründe für unsichere Verhaltensweisen erarbeitet und konkrete Situationen bearbeitet. Danach folgen Übungen, um das Selbstvertrauen weiter zu verbessern.

Sicherheit finden

Seeking safety oder „Sicherheit finden“ ist ein kognitiv-behaviorales Therapieprogramm für Personen mit substanzbezogenen Störungen, die an den Folgen traumatischer Erfahrungen leiden. Damit liegt ein gut untersuchtes psychoedukatives, niederschwelliges Angebot für Traumapatienten vor.
Seeking Safety wird in Kooperation mit dem ZIS Hamburg wissenschaftlich begleitet, und als 10 Std Programm angeboten. Der Kern sind abgeschlossene psychoedukative Module, die Gruppe wird dadurch offen durchführbar. Hauptinhalte sind: Entstehung und Definition der Posttraumatischen Belastungsstörung, Information zum Thema Sucht, Suchtentstehung, Suchtverlauf, Auslöser von Suchtverhalten, Umgang mit Gefühlen, wieder Freude im Alltag erleben, Umgang mit Wut. Zwischen den Stunden werden zu den Inhalten zu übende Hausaufgaben vergeben, zu deren Erfüllung sich die Patienten anfangs auch verpflichten.

Schlafseminar

Hier werden Patienten mit Schlafstörungen, Informationen zum Thema Schlaf vermittelt.
Schlafstörungen sowie deren Ursachen, Schlafhygienemaßnahmen, ebenso wie medikamentöse Beeinflussungsmöglichkeiten werden vorgestellt und besprochen.
Die durchführende Ärztin verfügt über die Zusatzbezeichnung „Schlafmedizin“.

Soziale Stabilität

Das Leben eins Menschen wird entscheidend durch die 5 Säulen der sozialen Stabilität geprägt:

  • Gesundheit / Körper
  • Soziale Beziehungen
  • Freizeit, Arbeit und Leistung
  • Wohnen und Lebensbedingungen
  • Werte und Lebensziele

Gerät eine Säule der „sozialen Stabilität“ ins Ungleichgewicht, was durch eine Suchterkrankung häufig der Fall ist, hat dies negative lebensbeeinflussende Folgen.
In dieser Indikationsgruppe werden bestehende Problemfaktoren bei jedem Gruppenteilnehmer individuell ursächlich analysiert und konkrete Problemlösungsmöglichkeiten auf der Grundlage der persönlichen Stärken erarbeitet.

Stressbewältigung am Arbeitsplatz

In dieser Indikationsgruppe werden akute Probleme des Patienten am aktuellen Arbeitsplatz wie Mobbing, Stress, Überforderung, Unterforderung, Ängste etc. bearbeitet.
Nicht selten hängen diese Themen mit der Entwicklung und Aufrechterhaltung der Suchterkrankung zusammen und sind bei nicht ausreichender Beachtung wichtige Risikofaktoren für späteres Rückfallgeschehen.
In einer ausführlichen Berufs- und Arbeitsanamnese wird die Indikation gestellt. In der Gruppe erfolgt eine individuelle Problemanalyse. Zur Einübung und Festigung neuer Verhaltensstrukturen werden Rollenspiele durchgeführt. Patienten werden motiviert, noch während der Behandlung die aufgezeigten Lösungsmöglichkeiten in der Arbeitstherapie zu erproben oder direkt vor Ort mit den Beteiligten zu erörtern.

Stresstoleranz

In dieser Gruppe wird das Phänomen Stress definiert, in dem die Patienten individuelle Auslöser und Auswirkungen von Stress beschreiben. Essentiell ist die Einschätzung des Spannungsniveaus in Spannungsprotokollen, die zwischen den Therapie-Einheiten erstellt werden sowie das Üben der vermittelten Techniken zum Umgang mit Stress, was ebenfalls in der Gruppenstunde überprüft wird.

Tiergestützte Therapie

Trauma-Stabilisierung und Edukation

Diese offen geführte Gruppe vermittelt psychoedukativ u.a. Informationen zu den Themen:

  • Traumatisierung
  • Trauma-Gedächtnis
  • biologische Hintergründe
  • Möglichkeiten des Umgangs mit Traumata
  • Stabilisierungsübungen
  • Folgen und Hilfsmöglichkeiten

Die Patienten müssen und sollen ihr Trauma in der Gruppe nicht explizit schildern, der sichere Umgang mit eigenen Grenzen diesbezüglich wird geübt. Die Gruppe besitzt aber auch einen übenden Teil, in dem pro Stunde eine Stabilisierungsübung nach M. Huber angeleitet geübt wird. Die Patienten werden angehalten, während des Gruppenverlaufes und möglichst auch darüber hinaus weiter zu üben.

Umgang mit Gefühlen

In dieser offen geführten Gruppe werden der Begriff der Emotion, primäre und sekundäre Netzwerke sowie deren Auswirkung auf Gedächtnis, Lernen und Verhalten erörtert, sowie der Umgang mit bestimmten Grundgefühlen wie Schuld, Wut, Angst und Trauer besprochen und geübt.
Bestimmte Methoden im Umgang mit Gefühlen werden erläutert und zwischen den Einheiten durch die Patienten eingeübt.

Stof

Stof

Die 20-tägige Stabilisierungsorientierte Festigungsbehandlung (Stof) wurde zusammen mit der Deutschen Rentenversicherung Braunschweig-Hannover entwickelt, ist bundesweit einzigartig und zwischenzeitlich von vielen Leistungs- und Kostenträgern anerkannt.

Trocken lebende Suchtkranke

  • schauen auf das abstinente Leben zurück und bearbeiten neue Problembereiche aus dieser Zeit
  • entwickeln Bewältigungsstrategien, um die persönliche Stabilität zu erhöhen
  • suchen nach neuen Wegen, die derzeitige Lebenssituation mit den Anforderungen des Alltagslebens (Beruf, Familie, Freizeit) in stimmige Gleichgewichte anzupassen

Um den Stof Patienten die Auseinandersetzung gerade mit fortbestehendem Trinkdruck und Rückfallphantasien zu erleichtern, sind in ihre Behandlungsgruppe Patienten mit aktuellen Rückfallerfahrungen integriert.

 

Stof statt Stoff – die bessere Alternative

Rückfallbehandlung

Auch nach einer stationären Entwöhnung über mehrere Wochen kann es zu erneuten Überforderungssituationen und zum neuerlichen Konsum von Suchtmitteln kommen. Je nach Studie werden 30-50% der Patienten erneut rückfällig. Besonders schwierig sind die ersten 6 Monate nach einem regulären Therapieende. Langzeitstudien zeigen, dass Rückfälle kein prinzipielles Scheitern der Abstinenzbemühungen bedeuten müssen. So problemreich dies für Betroffene und Angehörige immer ist: es sind Vorgänge auf dem Weg zu lebenslanger Abstinenz und sie sind in erster Linie Ausdruck kurzfristiger Überforderungen in konkreten Risiko- und Belastungssituationen. Deshalb nennen wir es auch lieber VOR-Fälle, als RÜCK-Fälle!

Nach einem VOR-Fall fangen unsere PatientInnen ihre Therapie nicht wieder bei Null an sondern fokussieren sich mit unserer Hilfe gezielt auf die konkreten Risiko-Situationen und deren Bewältigung ohne Zuhilfenahme von süchtigem Verhalten; so werden Schwachstellen realistisch eingeschätzt und der abstinente Lebensstil gestärkt.
Damit Sie direkt an Ihre bisherigen Behandlungserfolge anknüpfen können, werden Sie bei einem VOR-Fall wieder durch Ihren letzten Bezugstherapeuten/therapeutin aufgenommen und begleitet.

Ambulante Therapie

Unser ambulantes Angebot für Menschen mit Suchterkrankungen richtet sich an Patienten, die bei niedergelassenen Ärzten und Psychotherapeuten kein geeignetes, zeitnahes Angebot finden.

 

Mit Hilfe eines multiprofessionellen Teams (Fachärzte für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychologen, Sozialarbeiter und Ergotherapeuten) ist die Therapie gut an den individuellen Bedürfnissen des einzelnen Patienten ausrichtbar.

Wichtige Ziele sind eine zeitnahe, adäquate Behandlung, um chronische Verläufe soweit möglich zu verhindern oder zu lindern und ggf. Krankenhausaufenthalte vermeiden oder abkürzen zu helfen.

Wer kann behandelt werden?

Patienten mit:

  • Suchterkrankungen
  • Traumfolgestörungen
  • Emotional-instabilen Persönlichkeitsstörungen
  • Störungen der Impulskontrolle
  • Essstörungen
  • Psychosen
  • Affektiven Störungen

Was bieten wir an?

  • Störungsspezifische Behandlung bei komplexen und einfachen Traumafolgestörungen, sowohl für die Stabilisierungs- als auch die Konfrontationsphase
  • DBT Einzeltherapie und Skillsgruppe für Patienten mit emotional-instabiler Persönlichkeitsstörung und Doppeldiagnosen
  • Suchtspezifisches Einzel- und Gruppenangebot
  • Psychoedukation
  • Psychopharmakologische Therapien
  • Psychosoziale Beratung und Unterstützung
  • Psychologische Diagnostik
  • Hirnleistungstraining
  • Entspannungstraining
  • Hilfen bei der Tagesstruktur
  • Angehörigenarbeit

Haben Sie noch Fragen? Wir planen mit Ihnen Ihre Reha. Kontaktieren Sie uns!

 

Telefon: 05493-502 0  / E-Mail: info@sucht-fachkliniken.de