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Nicht- stoffgebundene Abhängigkeit

Bei einer nicht- stoffgebundenen oder auch stoffungebundenen Abhängigkeit geht es nicht um eine berauschende Substanz, sondern um ein Verhalten wie Glücksspiel, PC und Internet, Essen, Kaufen, Arbeiten oder Sport.

Unsere Therapie-Übersicht mit weiterführenden Informationen:
Glücksspiel- und Medienabhängigkeit

Das Therapieangebot in einer speziellen Therapiegruppe richtet sich an volljährige pathologische Glücksspieler mit einer manifesten primären Suchtdynamik, an Glücksspieler mit einer zusätzlichen stoffgebundenen Abhängigkeit und an Patienten mit stoffgebundener Abhängigkeit und/oder Medienabhängigkeit (überwiegend Patholgischer PC-Gebrauch). Die Behandlung dauert 8 – 12 Wochen, in Verbindung mit einer stoffgebundenen Abhängigkeit bis zu 16 Wochen.

Ziele

Übergeordnetes Rehabilitationsziel ist die Sicherung bzw. Wiedererlangung der Erwerbsfähigkeit. In Abhängigkeit von der individuellen Problemlage des Patienten und des zugrunde liegenden spezifischen Störungsbildes werden folgende Ziele angestrebt:

  • Rationale und emotionale Akzeptanz der Erkrankung
  • Aufrechterhaltung einer dauerhaften Glücksspielabstinenz
  • Kontrolliertes Mediennutzungsverhalten in konkret-realer Umwelt
  • Aufbau alternativer Freizeitgestaltung Rückfallvorbeugung zur Stabilisierung des Therapieerfolges
  • Erweiterung persönlicher Kompetenzen zur Bewältigung bestehender Lebenskonflikte
  • Verbesserung der Kommunikations-, Kontakt- und Beziehungsfähigkeit
  • Verantwortlicher Umgang mit Geld Schuldenaufstellung und Schuldenregulierung

  • Freisetzung und Stabilisierung eigener Ressourcen
  • Erhöhung des Selbstwertgefühls
  • Verbesserung der Fähigkeit zur Selbstkontrolle eigenen Verhaltens
  • Steigerung der Konfliktfähigkeit
  • Verbesserung der Gefühlswahrnehmung und –differenzierung
  • Erhöhung der Genussfähigkeit
  • Anbindung an Selbsthilfegruppen
  • Motivation zur ambulanten Rehabilitation oder Psychotherapie

Angebote

Die Behandlungsangebote umfassen neben der medizinischen Behandlung störungsspezifische Gruppenpsychotherapie, Einzelgespräche, verschiedene Indikationsgruppen, Angehörigentherapie, Arbeitstherapie, Kreativ- und Gestaltungstherapie, Sporttherapie, Geldmanagement, Sozialberatung usw.

Nicht aufgenommen werden Patienten, die primär abhängig von illegalen Drogen sind, bei denen eine akute psychotische Erkrankung vorliegt, die akut suizidgefährdet sind, gravierende hirnorganische Störungen aufweisen oder bei denen Auflagen seitens der Justiz vorhanden sind.

Selbsttest

Wenn Sie mehr als sieben Fragen mit „Ja“ beantwortet haben, ist es nach unserer Erfahrung möglich, dass Sie spielabhängig sind.

  1. Haben Sie jemals Ihre Arbeit versäumt, um spielen zu können?
  2. Hat Ihnen das Spielen schon häusliche Missstimmungen gebracht?
  3. Hat Ihr guter Ruf durch das Spielen gelitten?
  4. Haben Sie nach dem Spielen Gewissensbisse?
  5. Haben Sie einmal gespielt, um mit dem Gewinn Schulden zu bezahlen oder andere finanziellen Probleme zu lösen?
  6. Haben Ihr Ehrgeiz und Ihre Leistungsfähigkeit durch das Spielen gelitten?
  7. Wollen Sie einen Spielverlust so schnell wie möglich zurückgewinnen?
  8. Haben Sie nach einem Gewinn den starken Wunsch weiterzumachen, um noch mehr zu gewinnen?
  9. Haben sie schon oft Ihren letzten Euro verspielt?
  10. Haben Sie schon einmal Geld geliehen, um spielen zu können?
  11. Haben Sie schon einmal etwas verkauft, um vom Erlös zu spielen?
  12. Benutzen Sie „Spielgeld“ nur widerwillig für andere Ausgaben?
  13. Ist Ihnen durch das Spielen das Wohl Ihrer Familie gleichgültig geworden?
  14. Haben Sie schon einmal länger gespielt als Sie wollten?
  15. Haben Sie im Spiel schon einmal Ärger und Sorgen vergessen wollen?
  16. Haben Sie schon einmal auf ungesetzliche Weise Ihr Spiel finanziert?
  17. Schlafen Sie schlecht, seitdem sie spielen?
  18. Haben Auseinandersetzungen, Streit, Enttäuschungen oder Schwierigkeiten Sie zum Spielen getrieben?
  19. Haben Sie schon mal gespielt, um sich ein Glücksgefühl zu verschaffen?
  20. Ist Ihren schon einmal bewusst geworden, dass Sie sich mit dem Spielen selbst zerstören?

Haben Sie noch Fragen? Wir planen mit Ihnen Ihre Reha. Kontaktieren Sie uns!

 

Telefon: 05493-502 0  / E-Mail: info@sucht-fachkliniken.de